Bei unserem Behandlungsangebot hat Ihr Angehöriger 13 bis 15 Wochen lang die Möglichkeit, seine persönlichen, körperlichen und sozialen Probleme mit unserer Hilfe in den Griff zu bekommen, um damit eine Basis zu bekommen, das eigene Leben ohne Suchtmittel zu schaffen. Wir machen Ihre Angehörigen mit unserem Wissen von Abhängigkeitserkrankungen, deren Folgen und Konsequenzen sowie hilfreichen Perspektiven für die Zukunft vertraut.
Dieses Angebot richtet sich (wie alle anderen auch) an Männer und Frauen. Da sich Abhängigkeitserkrankungen bei Frauen oftmals anders entwickeln als bei Männern, legen wir ein besonderes Augenmerk auf frauenspezifische Aspekte. Manche Fragen, Themen und Sorgen lassen sich im geschützten Rahmen einer Frauengruppe besser als in einer , gemischten Gruppe besprechen.
Wenn wir im Weiteren von dem „Angehörigen“ sprechen, hat das sprachliche Gründe – wir meinen selbstverständlich Männer und Frauen.
Am Beginn steht die Frage: Hat der Suchtmittelkonsum Ihres Angehörigen Krankheitswert, d.h. ist er wirklich abhängigkeitskrank? Für die Antwort auf diese Frage, die Sie sicherlich schon seit einiger Zeit bewegt hat, braucht es viele Gespräche und die Zeit, diese neugewonnenen Erfahrungen in Ruhe zu verarbeiten. Dann kommen diese Aspekte hinzu: In welchen Situationen waren Suchtmittel im bisherigen Leben Ihres Angehörigen die richtige „Medizin“? Und was braucht er anstelle dieser „Medizin“, um in Zukunft „trocken“ zu leben und um das persönliche Rückfallrisiko sicher im Griff zu haben. Die Klärung dieser Fragen bildet die Basis für eine zufriedene Abstinenz.
Insbesondere die Einbeziehung von Ihnen als Lebenspartner, Eltern, Geschwister, Kinder, Freunde oder Arbeitskollegen stellt einen wichtige Aufgabe zum Gelingen der Entwöhnungsbehandlung dar. Dafür bieten wir Ihnen Angehörigenseminare an sowie Partner- und Familientherapien. Fragen Sie uns einfach! Wir informieren Sie dazu umfassend.
Ihre Angehörigen werden in speziellen Themengruppen geschult: Umgang mit Agressionen, Abbau von Konflikten, Training der Selbstsicherheit, Angstbewältigung, Rückfallvorbeugung u.a. Das gibt ihnen die Möglichkeit, sich ein differenziertes Bild über Ursachen, Auswirkungen und Folgen der Abhängigkeitserkrankung zu machen - denn: Jeder Kapitän sollte die Stärken und Schwächen seines Schiffes genau kennen, wenn er seinen Kurs neu bestimmt. Bei finanziellen Fragen helfen wir, z.B. bei Schuldenregulierung, Übergangsgeld etc. Und auch für rechtliche oder juristische Probleme sind wir da, z. B. Führerscheinverlust etc. Auch auf Fragen der möglichen Anschlussbehandlung nach Beendigung des Aufenthaltes in der Fachklinik haben wir die richtigen Antworten. Wenn es um Wohnungsbeschaffung oder eine neue Arbeitsstelle geht, können wir weiterhelfen.
In der Arbeits- und Ergotherapie helfen wir Ihrem Angehörigen individuell nach seinem persönlichen Bedarf auf den Weg. Wir testen seine Belastungsfähigkeit. Positive Erfahrungen im Arbeitsalltag unserer Fachklinik können das Selbstwertgefühl intensiv unterstützen. Bei Bedarf vermitteln wir ihn in ein externes Belastungstraining. Darüber hinaus bieten wir auch verschiedene Möglichkeiten zur Interessens- und Hobbyfindung an. Für die Freizeit gibt es einen großen Fitnessraum mit verschiedenen Angeboten. Eine Bibliothek, ein Fernsehraum mit DVD-Player sowie eine großzügige Cafeteria warten ebenfalls auf Besucher. Ein Sportplatz, eine Turnhalle oder ein Beachvolleyballplatz können sportlich genutzt werden. Mit unseren eigenen Fahrrädern kann Ihr Angehöriger die Umgebung erkunden, Spaziergänge durch ein waldreiches Umland machen. Das überschaubare, freundliche Dorf Holte mit seinen Einkaufsmöglichkeiten liegt 2-5 Gehminuten von der Fachklinik entfernt.