Es geht nicht nur darum, Symptome wirksam zu beseitigen, sondern die Bedeutung eines Symptoms (d.h. Lösungsversuchs) erst einmal zu verstehen - mit dem Ziel, nicht in erster Linie die Pathogenese sondern die Salutogenese in den Blick zu nehmen. Unter dem Begriff der Salutogenese ist der kunstvolle Prozess zu verstehen, der die Faktoren zur Entstehung von Gesundheit in den Vordergrund stellt, in dem das Kohärenzgefühl bzw. der Kohärenzsinn unter Zuhilfenahme vorhandener Ressourcen gestärkt wird. Der Begriff des Kohärenzgefühls/ -sinnes setzt sich aus drei Aspekten zusammen: Der Sinnhaftigkeit, der Verstehbarkeit und der Handhabbarkeit meiner äußeren Welt. Man muss also in seiner Lebenswelt Zusammenhänge begreifen und das Selbstvertrauen haben, aus eigener Kraft bzw. mit Unterstützung neue Lebensaufgaben zu handhaben sowie Projekte anstreben zu können, die jeweils sinnhaftig sind und die sich für den Einzelnen lohnen. Gelingt dieser Prozess, so verfügt man über einen guten Kohärenzsinn als bestimmenden Hintergrund der eigenen Gesundheit.
Gesundheit ist damit konkret positiv definiert und bedeutet nicht allein Abwesenheit von Krankheit. Deshalb betrachtet die Fachklinik Holte-Lastrup die Entdeckung und Aktivierung eigener Ressourcen als besonders behandlungsrelevant, bei der vor allem die Nutzung positiver Emotionen als Wirkfaktoren in die Behandlung eingehen.
Ein weiteres Merkmal dies Behandlungsansatzes der Fachklinik Holte-Lastrup ist eine methoden- und schulenübergreifende Perspektive, die einen pragmatischen, an Wirkfaktoren und Ergebnisqualität orientierten Zugriff auf wissenschaftliche Verfahren und Erkenntnisse erlaubt. So kann das Behandlungsangebot dynamisch und flexibel auf Veränderungen der Patienten/innen und deren Bedürfnisse reagieren.